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Instrumentenbauer




Instrumentenbauer


Samuel Rodel (1848-1919)

Der älteste heute bekannte Innerschweizer Halszitherbauer, stammte ursprünglich aus Fahrwangen AG und kam 1875, im Alter von 27 Jahren, nach Kriens. Er bezog einen Teil des Wohngutes Wydenhof das heute an der Zeughausstrasse liegt. 1872 heiratete er Anne Maria Elisabeth Ariger aus Littau LU.

Wie aus verschiedenen Quellen zu entnehmen ist, betätigte sich Rodel hauptberuflich als Schreiner. Den Instrumentenbau betrieb er als Nebengeschäft. Das Handwerk des Schreiners war natürlich eine gute Voraussetzung, um Halszithern zu bauen. Für ihn bedeutete der Instrumentenbau nebst der Freude an der Sache und dem Weiterführen einer zwar bekannten, aber damals im Umbruch begriffenen Tradition ein willkommenes, zusätzliches Einkommen. Mit dem Bau von Halszithern hat Rodel vermutlich schon um 1876 begonnen. Dies kann aber nicht mit Bestimmtheit nachgewiesen werden. Die früheste, mit Sicherheit vom ihm gebaute Krienser Halszither stammt aus dem Jahre 1883. Er gilt als ihr Schöpfer.

Selbstverständlich war Rodel vorher mit verschiedenen Typen von Halszithern in Kontakt gekommen, so dass ihm die gebräuchlichsten Formen und Abmessungen bekannt waren. Er kopierte sie auf seine Art, wie dies einzelne seiner Instrumente zeigen. Die Abschlüsse sind mit Schnecken, Blütenknospen, Frauen- oder Männerköpfen verziert. Er bevorzugte von Anfang an den gitarrenförmigen Korpus. Seine Instrumente hat er im Inneren des Resonanzkastens mit einem Stempel signiert.

Im Vergleich zu späteren Instrumenten anderer Bauer, wie beispielsweise die von Anton Amrein, die in der Zeit von 1903 bis 1932 angefertigt wurden, sind die Rodel-Zithern etwas grösser und schwerer. Charakteristisch ist ausserdem das Schallloch, das bei seinen Halszithern höher liegt als bei andern. Und: Die saubere, wenn auch einfache, Intarsienarbeit auf den Decken zeigt den versierten Schreiner. Sie besteht aus eingefärbten und naturbelassenen Ahornadern. Diese Details, vor allem die oben erwähnten Wirbelkopfabschlüsse, sind immer noch beeindruckend und dokumentieren die besondere handwerkliche Begabung und Vielseitigkeit des Instrumentenbauers Samuel Rodel.
 

 


 

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